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Meilenstein: Klinik-Küche versorgt Kinder und Senior*innen mit gesunder Kost

Allemagne

| Helgoland

In einem beispielhaften Projekt übernimmt die Küche der Nordseeklinik auf Helgoland jetzt eine zentrale Rolle in der Gemeinschaftsernährung der Insel.


 

 In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V., Sektion Schleswig-Holstein wurde ein praktikables Konzept entwickelt, um eine gesundheitsförderliche Mittagsverpflegung auf der Insel zu ermöglichen. Die Bürger*innen Helgolands können mit Stolz auf ein Projekt blicken, das Gesundheit, Gemeinschaftssinn und Zukunftsorientierung in den Mittelpunkt stellt und damit die Lebensqualität für alle Generationen verbessern soll.

 

Die neue Chefärztin der Neurologie auf Helgoland, Dr. Annette Rogge, hatte 2022 innerhalb der Klinik das Thema Prävention, insbesondere bei der Ernährung, auf die Tagesordnung gesetzt und Änderungen angestoßen. „Für unsere Parkinsonpatient*innen spielt Ernährung eine sehr wichtige Rolle. Einige Symptome und auch der Krankheitsverlauf können durch spezielle Kostformen positiv beeinflusst werden. Das gilt auch für zahlreiche andere Erkrankungen. Wir als Klinik sollten daher mit gutem Beispiel vorangehen, darüber informieren und natürlich auch entsprechend unsere Patient*innen versorgen. Dies galt für Helgoland umso mehr, da die Klinikküche bereits pflegebedürftige Senioren*innen mit „Essen-auf Beinen“ auf der autofreien Insel belieferte.“ Der Klinikmanager Sten Wessels unterstütze die Neuerungen daher sehr gerne.

 

Im Juni dieses Jahres wurden Informationen zu gesunder Ernährung in einer Veranstaltung gemeinsam mit der DGE, dem Gesundheitszentrum, der Gemeinde, der Schule und der Kita dann auch in die Öffentlichkeit getragen.

 

Im Sommer musste der bisherige Anbieter für Kita und Schule kurzfristig die Essenlieferung kündigen. Innerhalb weniger Wochen gelang es daraufhin der Klinik, zusammen mit Gemeinde, Schule und Kindergarten, ein neues Konzept für die Kinder zu organisieren. Unterstützt wurden die Beteiligten dabei von der DGE, die unter anderem die Speisepläne der Klinik prüfte und beratend zur Seite stand. „Wir haben mit den Einrichtungen gesprochen und dabei erfahren, dass die Beteiligung der Kinder bei der Menüauswahl ganz wichtig ist", so Sophie Pekrun und Eike Selonke vom DGE-Team, die sich von der Veränderungsbereitschaft und Motivation der Beteiligten begeistert zeigten.

 

„Die Klinik als Verantwortliche für Ernährung aller Gemeinschaftseinrichtungen und damit vulnerabelsten Bürger*innen - Das erscheint mir als naheliegender Ansatz, um dem wichtigen Thema Prävention gerechter zu werden“ so Dr. Rogge.

Die Gemeinde unterstützt das Vorhaben finanziell und ermöglicht es so, die Elternbeiträge niedrig zu halten. Mit Kathrin Krüß und Heinz Münster als gelernte Köche sowie drei weiteren sehr engagierten Angestellten nahm die Klinikküche die neue Aufgabe sehr motiviert in Angriff.

 

Martina Hughes, die Leiterin der örtlichen Kita, zeigt sich sehr zufrieden mit der Neuerung: "Die Kinder waren anfangs besonders überrascht über die verschiedenen Salat- und Gemüsevariationen aber die positiven Rückmeldungen sprechen für sich. Besonders freuen sie sich, wenn ihre Wünsche wie letzte Woche die Petersilienkartoffeln auf dem Speiseplan stehen" Hughes betont, dass die Beteiligung der Kinder an der Menüauswahl ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs ist.

 

Ein ähnlich positives Echo kommt aus der Schule: Direktor Marcus Tandecki freut sich sehr darüber, „dass es nun gemeinsam gelungen ist, derart schnell eine gesündere Lösung in Form des neuen Schulessens auf die Beine gestellt zu haben. Jeden Tag ein gesundes Essen, dazu Salat, ein Stück Obst, das wird von den Schülerinnen und Schülern sowie der gesamten Schulgemeinschaft sehr gut angenommen, erfüllt unsere Qualitätsansprüche und passt zu unserer pädagogischen Konzeption. Mit der Umstellung der Mittagsverpflegung nähern wir uns den ernährungsspezifischen Anforderungen der DGE immer weiter an und setzen gemeinsam bereits die ersten Empfehlungen des DGE konkret um“

 

Bürgermeister Thorsten Pollmann zeigt sich begeistert von der Entwicklung und der Vorbildfunktion, die Helgoland nun einnimmt: "Unsere Insel geht damit einen wichtigen Schritt in Richtung Prävention und sozialer Verantwortung."

Die ersten Eindrücke aus den vergangenen zwei Monaten sind vielversprechend und das Projektteam plant bereits, die gewonnenen Erfahrungen in die weitere Entwicklung der Ernährungskonzepte einzubringen.

 

Mitteilung & Red. partir-magazine.com

 

 

12.12.2023 10:10

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